Die Welt

Obsidian ist ein erdähnlicher Planet von annähernd kugelförmiger Gestalt mit drei Monden. Der Planet befindet sich klimatisch im Ausklingen einer Eiszeit, seine Pole sind daher von ausgedehnten Eiskappen überzogen.
Eine weitere Folge der kühlen Klimaphase ist, dass die Klimazonen von Obsidian etwas stärker zusammengerückt sind, als die auf der Erde.

Die Landmasse Obsidians unterteilt sich in sechs Kontinente: Padalis, Iyuma, Harada, Nordland, Vanamara und Danuma.
Zahlreiche Inseln und Archipele liegen vor ihren Küsten.


Was den durchschnittlichen Bewohner Obsidians von uns Erdenbürgern unterscheidet, ist unter anderem eine engstirnige, geradezu hinterwäldlerische Sichtweise. Die Wissenschaften sind längst nicht so fortgeschritten, und auch an Bildung fehlt es zumeist.
Durch die Beschränkungen durch Technologie und Kultur sind die Völker der verschiedenen Kontinente voneinander viel stärker isoliert, als in unserer Welt.

Reisen sind schwieriger, gefährlicher und aufwändiger als auf der Erde.
Die schnellsten Fortbewegungsmittel, wenn man mal von magischen Reisen absieht, sind die seltenen Flugreittiere, vor allem aber Schiffe, mit denen die weiten, unerforschten Ozeane befahren werden.

Die Bewohner von Obsidian leben in einem Zeitalter der Entdeckungen und Expansion. Viele ziviliserte Völker beginnen, mit ihren Schiffen die unmittelbaren Küstenregionen zu verlassen, und treiben Handel mit Ländern anderer Kontinente.

Die meisten der intelligenten Spezies von Obsidian bilden keine einzelne, homogene Kulturgemeinschaft. Gerade die Menschen sind mit ihrer Vielfalt – von Dschungelstämmen auf Steinzeitniveau bis zu den "zivilisierten", eisenzeitlichen Staaten in Padalis, Iyuma und Harada – ein Beispiel, wie unterschiedlich Kulturen sich entwickeln können.

Allgemein kann man sagen, dass kein Volk eine technologische Stufe erreicht hat, die über das irdische Spätmittelalter hinausgehen würde – Erfindungen wie Schießpulver, Dampfkraft oder gar Elektrizität wird man auf Obsidian vergeblich suchen.
Erstaunlich fortgeschritten sind einige Völker in anderen Gebieten wie der Mechanik, der Optik oder der Seefahrt – letztere beginnt gerade, sich in einem enormen Maße zu entwickeln, so dass neue Entdeckungen nur eine Frage der Zeit sind.

Literarisch gesehen, ist Obsidian eine Fantasy-Welt - ob High oder Low Fantasy, mag der geneigte Leser entscheiden.



Der Ursprung Obsidians

Einst, in der Urzeit der Welt Obsidian, gab es zwei große Landmassen auf dem Planeten - vor der großen Katastrophe, die alles veränderte.


Eine uralte Sage der Thon-Ktih verrät mehr:

"Als Drôagh das Himmelszelt einstürzen ließ, erbebte die Erde, und Wasser flutete dort, wo einst Land gewesen war. So teilte er die Brüder, Napyâ am nördlichen Ufer, und Ihû am südlichen Ufer. Napyâ fürchtete sich, und sein Gesicht wurde weiß vor Angst. Aber seine Söhne waren nicht alle weiß wie Schnee, denn die Tapferen waren unter ihnen.

Ihû hingegen litt, weil er einsam war, und so wanderte er weit weg, bis er an das östliche Meer gelangte. Da baute er sich ein Haus, und seine Söhne lebten von da an in jenem Land."

In Hoyti, der Sprache der Thon-Ktih, heißt "älterer Bruder" Taali, "jüngerer Bruder" Myaa. Die Brüder würde man also so unterscheiden: Napyâtaali, und Ihûmyaa. Möglicherweise ist dies der Ursprung der Namen der beiden Kontinente Padalis und Iyuma.



Es war ein mächtiger Meteorit, der inmitten des zweiten Kontinents einschlug, ihn zertrümmerte und ihn in zwei kleinere Kontinente teilte.
Die Reste des gewaltigen Einschlagkraters liegen heute unter Wasser, tief am Meeresgrund.
Durch die Wucht des Aufpralls brachen außerhalb der Ränder des Einschlagkraters Vulkane aus - und das vulkanische Gestein Obsidian entstand.

Daher existiert Obsidian auf Obsidian in rauen Mengen: zum einen als "echter" Obsidian, da, wo die Vulkane ausbrachen, zum anderen als "falscher" Obsidian, sprich Impaktgesteine, die durch den Meteor entstanden.

Nun fügt es sich, dass es eine große Drachenart gibt - schwarz und glänzend, an Obsidian erinnernd, erbten sie dessen Namen - und da der Stein mit Katastrophen verbunden wird, sogar nach so langer Zeit, schreibt man auch dem Obsidiandrachen furchtbare Kräfte zu, und sagt ihm nach, ein Vorbote von Unglück und Zerstörung zu sein.

Seltsamer Zufall oder Fügung des Schicksals - in den letzten Jahrzehnten häufen sich die Sichtungen der schwarzen Giganten ... Vorboten nahenden Unheils?

(rs, mit freundlicher Unterstützung von Mara)


Wohin als nächstes?
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Hättest Du gewusst...

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